Husumer SV wieder Tabellenführer

Husumer Schachverein übernimmt Tabellenführung

In der Verbandsliga Nord kam es in der siebten Runde zu der Spitzenbegegnung zwischen Husum und Leck. Nachdem vor zwei Jahren dieser Kampf unter ähnlichen Vorzeichen denkbar knapp an die Schachspieler aus Leck gegangen war, die in der Folge in die Landesliga auf- und leider direkt wieder abstiegen, waren die Husumer Spieler besonders motiviert und witterten die Gelegenheit zu einer Revanche.

So ergaben sich an fast allen Brettern stark umkämpfte Partien, lediglich am achten Brett einigte sich Bernd Ahrens zeitig mit seinem Gegner auf Remis. An den Brettern 2, 4 und 6 hatten Tomas Renken, Birger Boyens und Uwe Jacobsen jeweils die weißen Steine und nutzten ihren Anzugsvorteil in der Eröffnung zum Aufbau guter Mittelspiele, während an den ungeraden Brettern die Husumer Spieler die schwarzen Steine führten und um Ausgleich kämpften: am ersten Brett gelang dies Rolf Behnk mit einer sehr taktisch geprägten Variante der Sizilianischen Verteidigung, in der er gutes Gegenspiel und später sogar Vorteil erlangte; am dritten Brett opferte Klaus Seeck im riskanten Budapester Gambit einen Bauern, den er kurz darauf mit Ausgleich zurückeroberte; an Brett 5 konnte Thomas Lehr nach langer Verteidigung mit einer günstigen Bauernstruktur in ein vorteilhaftes Endspiel abwickeln und Stefan Hecker erreichte bereits im Mittelspiel vollen Ausgleich und später klaren Vorteil. Es sah aus Husumer Sicht insgesamt also gut aus, nur die Verwandlung der Vorteile in Punkte machte gegen die starken Gegner Schwierigkeiten. Dies zeigte sich besonders deutlich in der Partie von Uwe Jacobsen, der in Zeitnot seinen Vorteil verspielte und verlor. Auch Tomas Renken konnte trotz guter Stellung gegen die aktive Verteidigung seines Gegners zunächst nicht viel erreichen. Inzwischen hatten Birger Boyens und Thomas Lehr nach sehr starkem Spiel ihre Partien zu ihren Gunsten entscheiden können und Stefan Hecker stand klar auf Sieg.

Der Zwischenstand von 2,5 : 1,5 war schon mal ein kleiner Erfolg. Die Frage war nur, ob es gelingen würde, den Mannschaftssieg zu sichern, zumal sich in der Partie von Rolf Behnk ein Zeitnotgefecht anbahnte und das Endspiel für Klaus Seeck immer schwieriger wurde und schließlich der Verlust nicht mehr abzuwenden war. Darüber hinaus vergab Stefan Hecker nach einigen ungenauen Zügen seine klare Gewinnstellung und setzte zum Schluss seinen Gegner noch unfreiwillig Patt.

Am Ende fiel die Entscheidung an den ersten beiden Brettern, an denen Rolf Behnk versuchte seinen Vorteil zu verwandeln und schließlich in ein Remis einwilligen musste, während Tomas Renken um das Remis kämpfte und schließlich seine Partie unter Mithilfe des Gegners gewann.

Damit war der Husumer Sieg mit 4,5 : 3,5 Punkten perfekt!

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