Die Anfahrt nach Tönning konnte für die jüngeren in der Husumer Mannschaft für Heimatkunde genutzt werden: „Warum ist der Rote Haubarg weiß? Und was ist ein Haubarg?“ In Tönning ging es dann am vorletzten Spieltag der Bezirksliga Nord ziemlich bewegt zur Sache.
Für Sofia Karpova glich die Partie einer Achterbahnfahrt: Figurenverlust, Figurengewinn, Figurenverlust und zuletzt ein verlorenes Endspiel. Mit einem sehr sicheren Aufbau entwickelte sich Christoph Preuß und kam in leichten Vorteil, den er stetig weiter ausbaute und zum Mattangriff nutzte. Thomas Lehr gewann in leicht besserer Stellung durch Zeitüberschreitung seines Gegners und brachte Husum in Führung. Tobias Jortzik erarbeitete sich eine vorteilhafte Stellung mit Mehrbauer, nutzte jedoch seine Bedenkzeit nicht und konnte dann eine Bauernumwandlung in eine Dame nicht verhindern zum Ausgleich durch Tönning. Richard Preuß eroberte im Mittelspiel einen Mehrbauern und konnte durch geschickte Abwicklung in ein Läuferendspiel mit ungleichen Läufern bei einem Mehrbauern, der durch aktive Königsunterstützung das Umwandlungsfeld erreichte zur erneuten Führung für Husum. Mannschaftsführer Uwe Jacobsen war es vorbehalten, den Gesamtsieg für Husum am Spitzenbrett zu sichern. Dank guter Vorbereitung hielt der Husumer den wohl stärksten Tönninger Spieler aus der Eröffnung heraus unter Druck. In der beiderseitigen Zeitnotphase schmolz dieser Vorteil allerdings dahin. In der zweiten Zeitperiode wickelte der Husumer in ein gewonnenes Endspiel mit 2 Leichtfiguren und Mehrbauer gegen Turm ab. Am Ende hieß es 4:2 für Husum.
Mit 7:7 Mannschaftspunkten liegt Husums zweite Mannschaft auf Rang vier und empfängt zur letzten Runde im Haus Kiesselbach am 10. Mai den Flensburger SK III. Ziel sollte es sein, mit einem Sieg zu einem versöhnlichen Saisonabschluss zu kommen.







